SAV/ASPC/ASFC
 
 

Bulletin 58/2001

Inhalt

Roms sprechende Steine

Das im Bulletin 57 von Walter Wandeler besprochene Buch von Klaus Bartels, Roms sprechende Steine, erschienen September 2000, ist Ende Januar 2001 im Buchverlag der "Neuen Zürcher Zeitung" bereits vergriffen gewesen. Die identische Ausgabe im Verlag Philipp von Zabern, Mainz, ist seither auch im Schweizer Buchhandel erhältlich.
 

Newsletter zur Zeitschrift "Gymnasium"

Die Zeitschrift Gymnasium bietet als neuen Service einen kostenlosen Email-Newsletter an, der jeweils über den Inhalt des aktuellen Hefts informiert.
Die Subskription erfolgt durch eine leere Email an gymnasium-mitteilungen-subscribe@yahoogroups.com oder über das Formular auf WWW-Seite des Gymnasium http://gymnasium.phil.uni-erlangen.de in der Rubrik "Newsletter".
Den Inhaltsverzeichnissen werden in näherer Zukunft auch kurze Zusammenfassungen ("Abstracts") der einzelnen Beiträge zusätzlich beigegeben werden.

PD Dr. Ulrich Schmitzer, Universität Erlangen-Nürnberg

 

Broschüre "Alte Sprachen lernen?"

Bald werden wir wieder Schülerinnen und Schüler für die Fächer Latein und Griechisch motivieren. Dazu ist die Broschüre "Acht Antworten auf eine wichtige Frage: Alte Sprachen lernen" eine beliebte Hilfe geworden.

Von der 2. Auflage der Broschüre sind noch Exemplare vorhanden.
Ebenfalls stehen noch Plakate im A 4 Format zur Verfügung.

Richten Sie Ihre Bestellung an:
Rolf Surbeck, Gymnasium am Münsterplatz, Postfach 4001 Basel
Tel.: 061 / 267 88 78; Fax 061 / 267 88 72; e-mail: rolf.surbeck@bs.ch

 

Gerhard Emrich, Poetischer Athen-Führer. Athen - Attika - Klassische Stätten. Griechisch und Deutsch, 200 Seiten, Fr. 41.50.
Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt 2000.

Manchmal hat man das Gefühl, es gebe unter der Fülle an Reiseliteratur über Griechenland immer wie weniger Bücher, auf die man wirklich gewartet hat, die man gerne der eigenen Bibliothek einverleibt und ohne Vorbehalt zur Lektüre weiter empfehlen kann. Umso mehr schätzt es der Rezensent, mit dem "Poetischen Athen-Führer" von Gerhard Emrich den Philhellenen eine zweisprachige Gedichtanthologie anzeigen zu dürfen, die in allen Teilen hervorragend gelungen ist. Während ältere Bücher solcher Art sich auf antike Texte beschränken und diese allenfalls noch mit Ausschnitten aus deutschen Klassikern ergänzen, bringt Emrich einen Querschnitt durch die ganze griechische Literatur bis auf die heutigen Tage. Mit dieser Anthologie auch ein Interesse an der neuriechischen Poesie zu wecken, zu welcher auch die zyprische gehört, ist durchaus intendiert und entspricht einem persönlichen Wunsch des Autors. Dabei erweist Emrich sich als profunden Kenner der neugriechischen Dichtung des 20. Jahrhunderts, die bei uns in aller Regel nur gerade durch die Nobelpreisträger Elytis und Seferis, allenfalls noch durch Ritsos, bekannt ist.

Die sorgfältig verfasste Einleitung gibt einen knappen Abriss der Geschichte Athens mit gutem Gespür für das Besondere und Wesentliche. Sie ist zudem ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis der zuerst etwas befremdlichen Kapitelfolge. Der Leser merkt auch bald, warum sich der Athen-Führer nicht auf sein Ziel beschränkt, und vergisst den kleinen Ärger wegen des scheinbar etwas künstlich angehängten Exkurses (Kapitel 5) über bedeutende klassische Stätten ausserhalb Athens. Diese Ausweitung nach Korinth, Mykene oder über die Ägäis war wohl nötig, weil Emrich sonst wichtige Exponenten des 20. Jahrhunderts, die Athen nicht besungen haben, hätte weglassen müssen. So machen wir auch Bekanntschaft mit Dichtern wie etwa Konstantinidis, der den grössten Teil seines Lebens in Alexandria verbrachte und ein sehr wichtiger Vertreter jener alexandrinischen Griechengemeinde war, die sich über die Zeiten hinweg bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts dort gehalten hat, oder mit dem auch politisch stark engagierten Dichter und Diplomaten Kranidiotis aus dem Norden Zyperns, dank dem die Eigenständigkeit der zyprischen Literatur als eine eigene Variante innnerhalb der gemeingriechischen Literatur erst richtig wahrgenommen wird.

Wer den Kommentar integral liest und sich durch den lexikonartigen Stil nicht abschrecken lässt, vernimmt nicht nur vieles zum Verständnis der einzelnen Gedichte, sondern lernt in aller Kürze auch die zahlreichen Autoren kennen. Nicht unerwähnt sei zum Schluss eine weitere grosse Leistung des Herausgebers: von den antiken Textbeispielen abgesehen, stammen mit wenigen Ausnahmen die in rhythmische Prosa gefassten Ubersetzungen von ihm selber. Ein anregendes und wirklich rundum gelungenes Buch.

Bruno Colpi

 

Kai Brodersen (Hg.), Virtuelle Antike. Wendepunkte der Alten Geschichte. Primus Verlag, Darmstadt 2000. 176 S. Fr. 31.50

Als Heinrich Heine 1844 in seinem Gedicht "Quinctilius Varus - siegt im Teutoburger Wald" mit gewohnter Ironie und Sarkasmus die Möglichkeit durchspielte, was anders geworden wäre, "wenn Hermann nicht die Schlacht gewann", formulierte er: "so gäb es deutsche Freiheit nicht mehr / wir wären römisch geworden". Da aber bekanntermassen Hermann gesiegt hat, konnte Heine dankbar für die Setzung eines Ehrendenkmals für den Erhalter deutscher Sprache, Lumperei, Sauferei und Freiheit subskribieren. Dass das angriffslustige Gedicht - der Dichter Freiligrath, Turnvater Jahn, der Philosoph Schelling werden unter anderen auf den Arm genommen - später zu einer ernstzunehmenden literarischen Gattung werden konnte, zeugt einmal mehr für die produktive Kraft und Phantasie seines Verfassers. Denn "virtuelle Antike" denkt genau über das nach, was oft so abwertend als nutzloses "Was-wäre-wenn-Denken" abqualifiziert wird. Jener, der dieser Art Reflexion in neuer Zeit die Weihe höherer Wissenschaft verliehen hat, ist nach Ausweis der vorliegenden Veröffentlichung kein geringerer als Arnold Toynbee, der in seinem langen Artikel "Alexander der Grosse - wird alt" durchgespielt hat, was in der Welt anders geworden wäre, wenn Alexander länger gelebt hätte. In gleicher Weise spielt H. Sonnabend die Möglichkeiten durch, die es gegeben hätte, wenn Augustus jung gestorben wäre, A. Demandt die Aussichten für das Christentum, wenn Pontius Pilatus Jesus freigesprochen hätte und K. Piepenbrink stellt sich vor, dass Konstantin sich nicht dem Christentum zugewendet hätte. Ebenfalls wird daran erinnert, dass bereits Thukydides und Livius ähnliche Gedankenspiele machten (der eine in der Biographie des Perikles, der andere, indem er sich vorstellt, Alexander wäre mit den Römern zum Kampf angetreten). Eine ansprechende, informative Einführung von G. Weber (Privatdozent an der Universität Eichstätt) zeigt auf, was virtuelle oder kontrafaktische Geschichte bringen kann. Eines ist sicher: Wer dieses Buch liest, hat nicht nur ein dichtes Repetitorium in alter Geschichte durchgemacht, sondern er lernt auch besser auf Zufälligkeiten der Geschichtsabläufe achten, er wird sich bewusster, dass alle Geschichtsschreibung Wirklichkeit nicht nur beschreibt sondern auch konstruiert. Wer sich im besonderen für die ersten Schritte der Anhänger jener "exitiabilis superstitio", die von "Christus Tiberio imperitante" (Tac. Ann. 15,44) ausging, interessiert, begegnet in den zwei Artikeln von Demandt und Piepenbrink höchst bedenkenswerten Überlegungen, die er durchaus auch in ein vor seiner ratio zu verantwortendes Credo einbeziehen kann.

Alois Kurmann

 

La cultura materiale antica. Aspetti, problemi e spunti per la scuola d' oggi. Atti del corso d'aggiornamento per docenti di latino e greco del Canton Ticino, Lugano 17-18-19 ottobre 1996, a cura di Giancarlo Reggi. Giampiero Casagrande editore 1999

Alle jene Lateinlehrer, die das Glück haben, noch in Kantonen zu unterrichten, die das Progymnasium oder progymnasiale Klassen führen, wissen, wie Kinder für griechische und römische Realia offen und empfänglich sind. Dieser Tatsache wird zu Recht im neuen Lateinobligatorium für die 7. und 8. Klasse, das der Kanton Neuenburg seit diesem Herbst führt, Rechnung getragen, indem die Kultur der Antike zu 60% in die Kurse einbezogen wird. Dass die "cultura materiale", die in jeder Ausstellung in den Museen im Vordergrund steht, immer grosse Mengen von Menschen anzuziehen vermag, ist ebenfalls ein Beweis dafür, dass die Geräte und Produktionsweisen, die technischen Mittel und Lebensverhältnisse der alten Völker eine eigentümliche Anziehungskraft ausüben. Es zeugt darum für den Realitätssinn und das Problembewusstsein der Tessiner Kolleginnen und Kollegen und vor allem von Giancarlo Reggi, der in deren Weiterbildung eine wichtige Rolle spielt, dass dieses Thema zum Gegenstand der Kurse vom Oktober 1999 gemacht wurde. Der Band, der diese Weiterbildungsveranstaltung dokumentiert, ist wie jene der frühren Kurse, wieder reich an Material. Neben zwei didaktischen Vorschlägen von Kollegen aus der Schulpraxis (G. Reggi über "la coscienza del paesaggio agrario in Varrone" und von V. Nason über "il mondo delle cortigiane nelle commedie di Plauto") kommen Universitätsdozenten zu Wort: S. Daris über aegyptische Papyri, G. Cavallo über die Buchkultur, G. Forni über den Pflug (ein Artikel, der für die Behandlung von vielen poetischen Texten mit heutigen Schülerinnen und Schülern der industrialisierten Welt äusserst aufschluss- und hilfreich reich ist), Ph. Mudry über Celsus und medizinische Probleme und schliesslich E. Degani über gastronomica in der griechischen Literatur. Die wichtigsten behandelten Text sind als Anhang abgedruckt. Sehr hilfreich sind die vielen Abbildungen, Skizzen und Pläne. Eine Einleitung von A. Grilli und zusammenfassende Überlegungen von F. Graf umrahmen die Artikel des Bandes. Wieder können wir mit Freude und grossem Respekt Einblick nehmen in die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen im Tessin, und wir dürfen hoffen, dass auch die nächste Veranstaltung, die bereits in Vorbereitung ist (zum Jubiläum des Liceo von Lugano), ebenso erfolgreich sein wird und ein weiteres Zeugnis dafür gibt, dass trotz widriger Umstände die Liebe zur klassischen Kultur und Zivilisation lebendig ist.

Alois Kurmann

 

EUROCLASSICA
ACADEMIA HOMERICA CHIOS 2002
du 12 au 21 juillet 2002

L'Academia Homerica est organisée par Euroclassica, l'Etaireia hellenon philologon, le Centre Culturel Homerion de Chios, en collaboration avec des universités et des instituts pédagogiques et culturels.
Professeurs et étudiants sont attendus à Athènes le 11 juillet et seront logés à l'Hôtel Theoxenia, 3, rue Gladstonos (tél. ++30-1-3800250), près de la place Omonia. Le 12 juillet, les participants se rendront à Mycènes, Epidaure et Nauplie; le 13, ils visiteront l'Acropole d'Athènes, le Musée de l'Acropole et le Musée archéologique. Dans l'après-midi du 13, embarquement pour Chios où les participants demeureront à la Résidence de l'Université de l'Egée, sur le front de mer. Le retour par bateau de Chios est prévu le 21 juillet au soir avec arrivée à Athènes le 22 au matin.
Trois sessions sont programmées: une pour les étudiants sur le thème: "HOMER AND WORLD LITERATURE. OUR CLASSICAL HERITAGE"; une seconde à l'intention des professeurs de grec intitulée "HOMER IN THE WORLD" . La troisième session "MODERN GREEK LANGUAGE AND LITERATURE", réunira ceux qui désirent étudier le grec moderne sous la houlette de professeurs de l'Université d'Athènes, spécialistes de l'enseignement du grec aux étrangers (cf. ci-après le rapport de K. Philipp).
Les participants auront l'occasion d'être également initiés aux danses grecques, de visiter divers musées, des bourgs byzantins et médiévaux sur l'île, voire d'autres îles de la mer Égée. Les cours seront donnés en anglais et auront lieu au Centre culturel Homerion et Université de l'Egée.
Le prix global de l'Academia s'élève à Euro 300.- (à verser à ERGOBANK KENTRIKON Panepistimiou 36, Athènes, compte EUROCLASSICA-ACADEMIA HOMERICA: 001/39685-00010/29), à quoi il faut ajouter le billet d'avion depuis la Suisse.
La date limite d'inscription est fixée au 30 avril 2002, à l'une ou l'autre des adresses ci-dessous, auxquelles peuvent être obtenus des renseignements complémentaires:
  • en Grèce auprès de la directrice de l'Academia Homerica, Dr. Maria-Eleftheria G. Giatrakou 13, Nikiforou Ouranou, GR-114 71 ATHENS, tél./fax: +30-1-3642131
  • en Suisse auprès de Christine Haller tél. 032 / 731 16 12 ; e-mail: christine_haller@hotmail.com
 

Neugriechisch auf Chios

(Eindrücke von den Academia Homerica, Athen/Chios 12.-23. Juli 2001)
Bereits beim Empfang der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Theoxenia-Hotel in Athen zeichnete sich die herzliche Gastfreundschaft und gute Betreuung ab, unter der die diesjährige Academia Homerica stehen sollte, mit unermüdlichem Eifer aufs beste vorbereitet und geleitet von Frau Dr. Maria-Eleftheria Giatrakou und ihrem Mitarbeiterteam. Nach einem intensiven Besichtigungsprogramm auf der Peloponnes und in Athen (Mykene, Nauplion, Epidauros, Akropolis, Archäologisches Nationalmuseum) verschob man sich in nächtlicher Fahrt bei frisch wehendem Wind auf der "Mytilini" nach Chios, wo wir uns in den modernen Studentenwohnungen der Universität (ca. 5 km nördlich von Chios-Stadt) einrichten durften, in schöner ländlicher Umgebung und..... mit dem feinen Kieselstrand und kristallklaren Wasser in nächster Nähe.

Aus den verschiedenen Programmen, die die Academia Homerica für Professoren und Studenten anbietet, wählte ich Neugriechisch, das ich mehrmals vor Griechenlandreisen zu lernen begonnen und dann wieder halbwegs vergessen hatte. Und siehe, es war wie damals im Sommer 1966 am Cours de Vacances der Universität Genf: Es gab zu Beginn einen kleinen Test um festzustellen, ob man sinnvollerweise in den Anfänger- oder Fortgeschrittenenkurs einsteigt. Mit meinen erwähnten Neugriechisch-"Kenntnissen" brachte ich es wohl gerade knapp in die Klasse der Fortgeschrittenen. Wir bekamen mit Frau Penelopi Michalopoulou eine ausgezeichnete Lehrerin. Ihr Unterricht war temperamentvoll und abwechslungsreich. Er ermutigte insbesondere zum Sprechen, ohne dass man vor jedem Fehlerchen Angst haben musste. Frau Michalopoulou war sich immer bewusst, dass sie eine kleine Gruppe von Lernenden vor sich hatte, die das Altgriechische kennt, behandelte Gebiete in raschem Überblick, wo das Altgriechische hilft (Sie sagte jeweils: "Eímaste philólogoi" ), betonte und übte dagegen die Dinge, wo es im Neugriechischen eben gerade nicht so ist, wie man vom Altgriechischen her meinen könnte. So wurde transparent, wie sicher die Lehrerin selber im Altgriechischen ist, ihre eigene Sprache in ihren grossen historischen Dimensionen kennt und liebt.

Nicht ganz so fleissig war ich beim Erledigen von Hausaufgaben, falls es welche gab, ganz einfach, weil die ca. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Ländern von Chile bis Russland auf Chios und der Nachbarinsel Oinusses immer wieder zu Empfängen eingeladen waren, zu Abendessen, die über Mitternacht hinausgingen und uns mit dem Köstlichsten aus Küche und Keller verwöhnten, dann aber auch, weil ich gerne Vorträge aus der A-Session ("Homer in the World") besuchte, soweit dies neben den Lektionen in Neugriechisch möglich war. Gewiss jedoch hat man nur schon durch den regelmässigen Besuch der Lektionen in kurzer Zeit viel gelernt, und etwas Wörtli-Repetieren war auch am Strand möglich .... Man weiss nun, wie weiterarbeiten und freut sich schon auf die nächste Academia Homerica bei den liebenswürdigen Gastgebern und in der herrlichen Umgebung auf Chios. Allen Organisatoren der diesjährigen Tagung sei an dieser Stelle für ihren grossen Einsatz herzlich gedankt.

Brugg, 21. August 2001

K. Philipp
 

Weiterbildung/Formation continue "Gender studies"

Weiterbildung/Formation continue "Gender studies"

24-27 septembre 2002

Villars-sur-Glânes

"Gender studies"

avec la participation des
Mesdames

Regula Frei-Stolba, Prof. Universités de
Berne et Lausanne

Anne Bielman, Prof. Université de
Lausanne

Tanja Scheer, P.D., Université de Munich

 

EUROCLASSICA BASEL 2001
BEGRÜSSUNGSWORTE DES PRÄSIDENTEN

Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Mitglieder der Euroclassica, liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist für den Schweizerischen Altphilologenverband eine grosse Ehre, Sie zu Ihrer Jahresversammlung 2001, im Jahr, in dem Sie das zehnjährige Bestehen Ihrer Vereinigung feiern können, in Basel empfangen zu dürfen und herzlich willkommen zu heissen.

Besonders freut uns, dass Sie im europäischen Jahr der Sprachen zu uns in die Schweiz gekommen sind, in ein Land, das mit Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Deutsch über vier offizielle Landessprachen verfügt. Nur wenigen dürfte indessen bewusst sein, dass wir eine heimliche fünfte Landessprache haben: Latein. Unsere offizielle Landesbezeichnung ist Confoederatio Helvetica und diese ziert entweder in ganz ausgeschriebener Form oder mit der bekannten Abkürzung CH jene Gegenstände, die unsere liebsten sind, wie böse Zungen behaupten: unser Geld, allerdings nur einzelne Münzen (wie beispielsweise das Fünffrankenstück) und unser Auto. Letzteres hat bekanntlich mit Strassen zu tun, mit Verbindungswegen also, die zu jeder Zeit Menschen zusammengeführt haben. Damit ist das wissenschaftliche Thema genannt, das unser Verband für Sie, die Mitglieder der Euroclassica, und für unsere Mitglieder vorbereitet hat und das Ihre Tagung begleiten und hoffentlich bereichern wird: Switzerland at the crossroads.

An dieser Stelle begrüsse ich nicht weniger herzlich die Mitglieder des SAV, die, wie ich annehme, nicht nur aus wissenschaftlichem Interesse nach Basel gekommen sind, sondern um Kolleginnen und Kollegen aus vielen Ländern Europas zu begegnen und neue Kontakte zu knüpfen.

Ihnen allen wünsche ich anregende, lehrreiche, begegnungsintensive, ja unvergessliche Tage in Basel. Mögen Sie sich in Basel und seiner Region wohl fühlen!

Je ne voudrais pas terminer mon discours de bienvenue, sans dire un grand merci aux personnes qui ont organisé et préparé avec beaucoup de soin, d'énergie et de patience le riche programme présenté: il s'agit de Madame Christine Haller, responsable de la formation continue de notre association, et de Monsieur Rudolf Wachter, professeur à l'université de Bâle et pour ainsi dire l'hôte de la maison où nous nous sommes réunis. Merci beaucoup, aussi à tous ceux qui vous ont aidés.

B. Meier
 

Rapport du cours et Conférence annuelle d'Euroclassica, Bâle 22-24 août 2001
La Suisse à la croisée des chemins
État de la recherche sur les communications à l'époque romaine
Histoire et archéologie

C'était une expérience nouvelle que ce cours mixte qui réunissait d'une part des maîtres du secondaire II de Suisse dans le cadre d'un cours de formation continue (WBZ-CPS 01. 03. 01) et d'autre part une quarantaine de collègues étrangers représentants 15 pays européens, membres d'Euroclassica (Fédération européenne des associations de professeurs de langues et de civilisations classiques).

La participation suisse m'a quelque peu déçue dans sa quantité (je m'attendais à rencontrer un intérêt plus vif de la part des Suisses, et l'excuse de la proximité de la rentrée scolaire ne me semble pas toujours être la bonne), mais pas dans sa qualité: il n'y a pas eu de clivage entre Suisses et étrangers. Les langues de communication étaient l'anglais et le français, peu l'allemand. Certains ont même trouvé qu'il y avait trop d'allemand dans le programme! croire qu'on pourrait ignorer que la Suisse est aux deux tiers germanophone... Une fois de plus les compétences plurilinguistiques des collègues alémaniques sont à relever. L'alternance entre conférences et visites de type culturel a été appréciée. Si la nouvelle salle égyptienne de l'Antikenmuseum, située dans le sous-sol du bâtiment est fraîche, le soleil tapait fort à Augst! Et d'autant plus encore pour ceux qui, après avoir visité le site et le musée, ont eu le courage de poursuivre la découverte et la promenade (à pied!) jusqu'à Kaiseraugst...

Relevons outre l'accueil du Séminaire de philologie classique de l'Université de Bâle la généreuse hospitalité que nous a offerte le Gymnasium am Münsterplatz et la mise à disposition de son Aula pour l'exposé pédagogique consacré au nouveau programme neuchâtelois Langues et cultures de l'Antiquité, présenté par son concepteur même, le professeur J.-J. Aubert.

Le sujet retenu pour l'ensemble du cours, même s'il semblait s'adresser d'abord à la participation étrangère, s'est révélé riche en informations pour les Suisses également, ce dont j'étais persuadée car l'archéologie dans nos régions s'enrichit régulièrement de nouvelles découvertes grâce, en particulier, aux chantiers autoroutiers, comme l'a rappelé l'archéologue du canton du Jura, M. F. Schifferdecker. Les questions concernant les transports et communications entre les différentes parties de l'empire romain à travers l'Helvétie relèvent de ces realia qui sont partie intégrante des nouveaux programmes. Et tant pis, ou tant mieux, si certaines croyances héritées du temps de nos études sont sérieusement remises en question, ce que n'a pas manqué de faire le professeur H. Herzig de Berne dans sa conférence portant sur Légende et réalité des routes romaines à travers les Alpes, alors que M. Michael Speidel (P.D.à l'Université de Berne) dans sa contribution riche en citations fort intéressantes avait mise en évidence l'influence que l'armée romaine avait eue sur le trafic routier. L'exposé de M. Thierry Luginbühl (Assistant à l'Université de Lausanne), portant sur les associations de nautes en Suisse romaine, agrémenté de nombreux documents fort éloquents, a constitué un autre temps fort du cours car outre des représentations illustrées, il apportait de nombreux renseignements pratiques et économiques sur l'époque.

Dans l'ensemble les gens s'en sont retournés satisfaits (merci la météo!) et les 6 participantes (le septième a dû renoncer au dernier moment) qui ont bénéficié de bourses du CPS n'ont pas manqué d'exprimer leur très vive reconnaissance. Toutes ont fait preuve d'une assiduité aux séances qui allait de pair avec leur plaisir de la découverte des lieux.

Neuchâtel, le 28 août 2001

Ch. Haller
 

EUROCLASSICA

En 2002, la Conférence annuelle et l'Assemblée générale d'Euroclassica se tiendront du 18 au 20 avril à l'Université de Coimbra au Portugal.

"Pénélope et Ulysse"

voilà le thème retenu pour la conférence internationale que préparent le comité d'Euroclassica et l'Associação Portuguesa de Estudos Clássicos sous les auspices de l'Institut de philologie classique et le Centre d'Études classiques et humanistes de l'Université de Coimbra.

Le mythe, avec les interprétations nombreuses dont il a été le sujet, d'Homère à nos jours non seulement dans la littérature, mais aussi dans les arts et la musique, vaut la peine qu'on s'y arrête. Un grand nombre d'orateurs du Portugal, d'Espagne, d'Allemagne, de Grande-Bretagne et de Grèce se sont déjà annoncés sans qu'on sache encore les titres exacts de toutes les interventions.

Délai d'inscription: 15 mars 2002

Finance d'inscription: 60 EUROS à payer cash à l'arrivée ou par chèque pour: Associação Portuguesa de Estudos Clássicos - Faculdade de Letras - 3049-447 Coimbra - Portugal.

Renseignements et inscription: foliveir@ci.uc.pt; tél. (00351) 239 859 930/31; fax: (00351) 239 836 733.

Hôtels réservés pour les participants à la Conférence (prière de préciser à la réservation):

Hotel Astoria *** tél. (00351) 239 853 020; fax (++) 239 822 057 ; single 54 EUROS; double 64 EUROS,

Almedina Coimbra Hotel *** tél. (00351) 239 855 550; fax (++) 239 829 906; single 42 EUROS; double 50 EUROS,

Residencial Botânico *** tél. (00351) 239 714 824; fax (++) 239 405 124; single 35 EUROS; double 43 EUROS.

 

Jahresversammlung, Freitag, 9. November 2001, in Luzern

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Namen des Vorstandes lade ich Sie herzlich zur Jahresversammlung unseres Verbandes nach Luzern ein.

Programm

 
Kantonsschule Alpenquai (Für die Raumzuteilung bitte entsprechende Hinweise beachten!)
15.00
Dr. Theodor Knecht:

Zu den Quellen von ad fontes
16.15
Generalversammlung
  1. Protokoll der GV vom 10.11.00 in Langenthal
  2. Bericht des Präsidenten
  3. Statutenänderung infolge der Eingliederung der Schweiz. Thesauruskommission in die Schweiz. Vereinigung für Altertumswissenschaft
  4. Rechnung: Bericht des Kassiers und der Revisoren
  5. Wahl eines Vorstandsmitglieds
  6. Anträge des Vorstandes und der Mitglieder
  7. Varia
ca. 18.30
Aperitif und Nachtessen im Restaurant Schwanen (5 Min. vom Bahnhof; jenseits der Seebrücke)

Anmeldung schriftlich oder per Tel. an mich (bis Ende Okt.)

Mit freundlichen Grüssen
Beno Meier

 

Herzlicher Dank

Liebe Mitglieder und Freunde,

auf unseren Aufruf hin habe ich gegen hundert Einzahlungen im Gesamtbetrag von rund Fr. 7000.- erhalten. Damit ist trotz der unerwarteten Mehrkosten für den Internet-Auftritt die Fortführung unserer Aktivitäten für etwa 2 Jahre gesichert. Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich Ihre z.T. sehr grosszügigen Beiträge nicht persönlich verdanken konnte.

Ich muss allerdings anfügen, dass für weitere Wünsche und neue Aufgaben kaum Reserven zur Verfügung stehen. Zudem haben wir ein strukturelles Problem: Mit der Herabsetzung der Stundendotation für die Alten Sprachen im Rahmen der nun überall laufenden Gymnasialreformen gehen mindestens die Vollpensen in unseren Fächern massiv zurück. Damit wird tendenziell auch die Zahl unserer Mitglieder abnehmen.

Helfen Sie uns, jüngere Lehrkräfte, insbesondere auch solche mit Teilpensen, für eine Mitgliedschaft zu gewinnen! Wir sollten auch unbedingt in den auf das (oft verkürzte) Gymnasium vorbereitenden Schulen besser Fuss fassen. Unser Verein steht allen an der Mittelstufe Unterrichtenden offen!

Durch die Veränderungen haben die Informationsaufgaben massiv zugenommen. Hier besteht ein wachsendes Missverhältnis zwischen diesen Bedürfnissen und unseren Möglichkeiten. Wir werden weiter auf die Unterstützung öffentlicher und privater Institutionen angewiesen sein.

Mit nochmaligem ganz herzlichem Dank

Ihr Kassier Christoph Jungck
Binding Stiftung
Update: 17.11.2007
© webmaster
Update: 17.11.2007 © webmaster